Neurofeedback (EEG-Biofeedback)

 

Viele Vorgänge im Körper laufen unbewusst ab und lassen sich kaum bewusst wahrnehmen oder steuern. Kommt es zu Störungen innerhalb dieser Systeme, werden diese auch nicht unmittelbar bemerkt. So wird z.B. eine beginnende Aufmerksamkeitsstörung im Gehirn nicht direkt empfunden. Erst dann, wenn es beispielsweise zu Problemen im sozialen Umfeld oder in der Schule kommt, wird die Störung entdeckt. 

 

Das Neurofeedback ist eine spezielle Form des Biofeedback. Dem Patienten werden dabei, über am Kopf angebrachte Elektroden, die Gehirnströme gemessen. Wir arbeiten mit dem ILF-Neurofeedback nach Othmer. Dabei richtet sich die Positionierung der Elektroden individuell nach den Symptomen, nicht pauschal nach den Diagnosen des Patienten. Aus den gemessenen Hirnstromkurven werden dann individuell ausgewählte Parameter der eigenen Gehirnaktivität, die normalerweise nicht wahrgenommen werden können, wahrnehmbar aufbereitet. Dies geschieht mithilfe eines visuellen, akustischen und eventuell zusätzlichen taktilen Feedbacks, das dem Patienten als Computerspiel oder Film, zum Teil mit einer Virtual Reality- Brille, gegeben wird. In einem Spiel können bis zu 17 Parameter durch die Hirnwellen beeinflusst und somit unmittelbar zurückgemeldet werden. Das Gehirn nimmt diese Veränderungen in den Animationen als unmittelbare Reaktion auf die eigene Aktivität wahr und wird in die Lage versetzt, seine Regulation anzupassen und dadurch seine Funktion in dem gemessenen Bereich zu verbessern. 

 

Ziel des Neurofeedbacks ist es, durch häufige Wiederholung die Funktionen des Gehirns dauerhaft umzustellen und so zu verbessern, dass sich die Symptome der zu behandelnden Störungen vermindern bzw. sich im Idealfall vollständig zurückbilden.

 

Eine Neurofeedback-Behandlung kann insbesondere bei folgenden Beschwerden helfen:

 

  • Konzentrationsschwierigkeiten, Regulationsstörungen (auch bei AD(H)S, diesbezüglich erfolgte bereits die Aufnahme in die Behandlungsleitlinien)
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Sozialen Problemen
  • Angststörungen (auch z.B. Phobien)
  • Tics
  • Suchterkrankungen
  • Kopfschmerzen (u.a. Spannungskopfschmerzen und Migräne)
  • Schlafstörungen (auch Alpträume, Ein- und Durchschlafstörungen)
  • uvm.

 

Eine Kostenübernahme durch gesetzliche oder private Krankenversicherungen ist grundsätzlich möglich. Ein entsprechender Antrag wird einzelfallbezogen von den jeweiligen Versicherungen geprüft. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an.

 
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